Eheringe

Die Geschichte der Eheringe


 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 

Der Austausch zweier gleichförmiger Ringe besiegelt eine Vereinbarung zweier Menschen. Im Rahmen eines feierlichen Versprechens der Freundschaft oder Liebe werden Ringe getauscht, die anschließend – getragen – das gegebene Versprechen dokumentieren.

Als Symbol der Ehe werden oft zwei Ringe gezeigt, wobei ein Ring durch den anderen geführt ist. Die Ringe können nur getrennt werden, wenn einer davon gebrochen wird („… bis dass der Tod euch scheidet“) und seine kreisförmige, geschlossene Form, die dem Symbol für Unendlichkeit () ähnelt, steht für die Ewigkeit und Verbundenheit.

Bereits die Antike kannte den Trauring. Sowohl die alten Ägypter als auch Römer trugen den Trauring am Ringfinger der linken Hand. Der Grund hierfür war der Glaube, dass eine Ader von diesem Finger direkt zum Herzen und damit zur Liebe führt. Allerdings trugen im antiken Rom nur die Frauen einen Ehe- oder Verlobungsring. Letzterer war meist aus Eisen und galt als Zeichen der Bindung, vor allem aber auch als "Empfangsbestätigung" für die Mitgift.[1] Der Brauch, den Trauring am nach ihm benannten Ringfinger zu tragen, hat sich bis heute erhalten. Während in vielen westlichen Ländern der Trauring am linken Ringfinger getragen wird, ist es im deutschsprachigen Raum (außer in der Schweiz) sowie unter anderem in Norwegen oder Bulgarien üblich, den Ring am rechten Ringfinger zu tragen.

Eheringe sind oft mit Inschriften in der inneren Ringschiene versehen. In antiken römischen Ringen findet man beispielsweise „Pignus amoris habes“ – „Du hast meiner Liebe Pfand“. In heutigen Eheringen sind häufig der Name des Partners und das Datum des Versprechens zu lesen.

Seit dem 2. Jahrhundert v. Chr. gab es unter anderem auch goldene Ringe in Form zweier ineinander verschränkter Hände. Seine sakrale Bedeutung in der christlichen Kirche hat der Ehering spätestens seit Papst Nikolaus (um 850). Seitdem galt der Ehering offiziell als Sinnbild der Treue und Beständigkeit und der ehelichen Bindung vor Gott. So wie der Ring keinen Anfang und kein Ende hat, so soll die Beziehung des Paares und der Bund mit Gott ewig währen. Aber erst ab dem 13. Jahrhundert gehört der Ring fest zum kirchlichen Trau-Ritus.

Auch das Judentum kennt einen Hochzeitsring. Hochzeitsringe werden nur zeremoniell genutzt. Während der Trauung wird der Braut ein solcher Ring an den Zeigefinger der rechten Hand gesteckt.



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